«Was tut man nicht alles für ein Genie» von Ruth Werfel

Eine literarische Begegnung zwischen Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Nathanson-Edwards-Sert

Ein Text für drei Personen. Zwei Frauen und ein Mann.

Die Frauen

Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Nathanson-Edwards-Sert erzählen sich in einer fiktiven Begegnung ihre aussergewöhnlichen Lebensgeschichten. Als Zeitzeuginnen und Protagonistinnen des kulturellen Lebens im Wien und Paris der Belle Epoque halten sie Rückschau.

Alma ist hinreichend bekannt. Sie plaudert aus dem Nähkästchen ihrer berühmten Bekanntschaften und Beziehungen, wie z.B. über Mahler, A. G. Gropius, Kokoschka, Werfel, Zemlinsky, Schönberg, Berg oder Klimt.

Misia kennt man hierzulande weniger, sie ist gewissermassen das Gegenstück zu Alma und eng befreundet mit den Grossen der Musik- und Kunstszene in Paris: Cocteau, Toulouse-Lautrec, Renoir, Bonnard, Vuillard; sie gehörten zu ihrem engsten Kreis. Doch auch von Debussy, Fauré, Strawinsky oder Diaghilev, dem Gründer der Ballets Russes, weiss sie zu berichten.

Der Mann

skizziert in Sequenzen das Verhältnis der jeweiligen Ehemänner oder Geliebten zu den beiden Frauen und zitiert dazu u.a. Gustav Mahler, Cocteau, Oskar Kokoschka, Fauré, A. G. Gropius und Strawinsky.

Es lesen:
Pia Waibel (Alma)
Graziella Rossi (Misia)
Helmut Vogel (alle Männer)

Aufführung: Dienstag 25.1. um 19.00 Uhr

Vorverkauf:
Telefonisch: 071 245 21 10
online: parfindesiecle.ch/spielplan/tickets

Flyer zu «Was tut man nicht  alles für ein Genie» im Theater Parfin de Siècle Flyer

«opus111»

Stimmen zur Produktion

Theaterprojekt «Opus 111» ist ein Leckerbissen besonderer Güte.
In der intimen Atmosphäre des «Parfin de siècle» gelingt dir ein spannendes, dichtes und berührendes Theatererlebnis mit Tiefgang und Humor in einer seltenen, atmosphärisch einmaligen Nische.
Gaby Bucher, Lustmühle

«Das gesamte Bild ist beeindruckend: Die Sprache, die Inhalte, das Pianospiel, einfach beeindruckend. Das ist «Parfin» vom Feinsten.»
Dieter Zerndt, St. Gallen

«Matthias Flückiger beherrscht den komplizierten Text ebenso bravourös, wie die Pianistin Claire Pasquier die anspruchsvolle Sonate in c-moll, opus 111. Das Motiv des zweiten Satzes mit seiner Intensivierung durch das «cis» (Thomas Mann) wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.»
Prof. Pietro Vernazza, St. Gallen

“Wir haben noch nie erlebt, dass Musik und Sprache so tiefgreifend in einem wirken können. Wir haben die Vorstellung ungemein genossen. Sprache, Spiel, Musik – ein Genuss!»
Marianne Schläpfer und Peter Schenker, St. Gallen

Kritik von Peter Surber im Saiten online-Magazin www.saiten.ch.

Bei «opus111» dreht sich alles um Beethovens letzte Klaviersonate op. 111: 

Thomas Manns humorvolle wie tiefgründige Auseinandersetzung mit diesem Werk in seinem Künstlerroman «Doktor Faustus» ist in die Literaturgeschichte eingegangen.
Und Beethovens virtuose Komposition begeistert auch knapp 200 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen und reicht mit Elementen, die für heutige Ohren an Jazz erinnern, bis in unsere Zeit. In dieser Produktion wird Sprache zur Musik und die Musik zum Erlebnis!

Mit
Matthias Flückiger, Regie, Bühne und Spiel
Claire Pasquier am Flügel

Aufführungsdaten «opus111»

Bitte beachten Sie die neuen Anfangszeiten!

Oktober 2021:

Première:
Freitag, 15.10. 19:00h

Weitere Vorstellungen:
Samstag, 16.10. 17:30h
Mittwoch, 20.10. 19:00h
Donnerstag, 21.10. 19:00h
Samstag, 23.10. 17:30h
Sonntag, 24.10. 11:00h
Mittwoch, 27.10. 19:00h
Freitag, 29.10. 19:00h
Samstag, 30.10. 17:30h
 

November 2021:

Mittwoch, 03.11. 19:00h
Donnerstag, 04.11. 19:00h
Freitag, 05.11. 19:00h
Sonntag, 07.11. 17:00h
Mittwoch, 10.11. 19:00h
Freitag, 12.11. 19:00h
 

Vorverkauf:
Telefonisch: 071 245 21 10
online: parfindesiecle.ch/spielplan/tickets

Zur Produktion «opus111»

Dass Ludwig van Beethovens letzte Klaviersonate op. 111 mehr als hundert Jahren nach ihrer Entstehung zu einschlägiger Berühmtheit gelangte, ist nicht zuletzt Thomas Mann zu verdanken, der dieser aus damaliger Sicht in die Zukunft weisenden, heute nach wie vor aufregenden und höchst anspruchsvollen Sonate in seinem Roman «Doktor Faustus» auf humorvolle und zugleich tiefgründige Weise ein Denkmal von weltliterarischem Format gesetzt hat. Was liegt da näher, als diese beiden epochalen Meisterwerke an einem Abend zusammen hör- und sichtbar zu machen?      

Thomas Mann, einer der wortgewaltigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, nimmt die Zweisätzigkeit der Beethoven-Sonate zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen über zwei elementare Probleme des Künstlerdaseins schlechthin: über den Konflikt zwischen persönlichem Ausdruckswillen und der Verpflichtung des Interpreten gegenüber dem überlieferten Regelwerk zum einen und den künstlerischen Umgang mit der Erfahrung des Todes zum anderen; grundlegende Fragen auch im Bereich der Schauspielkunst.

Pate stand dabei Theodor W. Adorno mit seinen musikphilosophischen Reflexionen in seinen Schriften «Philosophie der neuen Musik» und «Beethovens Spätstil», aus denen Thomas Mann z.T. wörtlich zitiert. Wer nun innerlich erschreckt vor soviel Bildung und Philosophie, darf dem Abend getrost entgegensehen und – hören: Humor und Ironie kommen bei Thomas Mann nicht zu kurz.

Der Musikwissenschftler Walter Rietzer spricht bei Beethovens op.111 von einem «Reich ohne Ausweg». Der zweite Satz weise „unmittelbar in die Unendlichkeit … Von der vierten Variation an … ist entschieden, daß es hier kein Zurück mehr gibt … das ist letzte Vergeistigung, Auflösung im All.“ Und der Schweizer Pianist  Edwin Fischer meinte: „In diesen zwei Sätzen finden wir das Diesseits und das Jenseits versinnbildlicht.“

«Oper vor Ort» zu Gast im parfin de siècle !!!

 

 

 

Première:
3. September 2021, 19:00h
Vorstellungen:
4. September 2021, 17:00h
4. September 2021, 19:30h

Dauer: ca. 70 Minuten

Der Verein Oper vor Ort hat sich auf die Fahne geschrieben, an Örtlichkeiten zu spielen, welche im Alltag einer anderen Funktion dienen, die aber durchaus mit der jeweiligen Oper im Zusammenhang stehen. So durfte ich für das professionelle Opern-Team vor drei Jahren Domenico Cimarosas Oper «L’Italiana in Londra», deren Handlung in einem Gasthaus spielt, im Restaurant Baratella in St. Gallen inszenieren. Nicht in einem Theaterraum zu spielen, ist also oberste Prämisse!

Nur in Zeiten von Corona ist alles anders: Zum ersten Mal spielt das Oper-vor-Ort-Team in einem Theater. Es freut mich ausserordentlich, Ihnen den neuesten Streich dieser engagierten Truppe, der ich angehören darf, für drei Aufführungen im parfin de siècle präsentieren zu dürfen.

Mehr zum aktuellen Projekt mit dem Titel «Orpheus und Eurydike – wie alles begann», das humorvoll daherkommt und nicht immer ganz ernst gemeint ist, dabei aber auch zum Träumen verleitet, sowie zur Kartenreservation erfahren Sie unter

www.opervorort.ch
www.opervorort.ch/aktuell

Schauen sie rein – Sie werden es nicht bereuen; auch für Opern-Neulinge geeignet!!!

Herzlich,
Matthias Flückiger
Theater parfin de siècle und Oper vor Ort

Flyer Oper vor Ort

 

 

 

«Die Legende vom heiligen Trinker» von Joseph Roth (1893 – 1939)

Geld macht nicht glücklich. Aber – seien wir ehrlich – auch nicht unbedingt unglücklich. Unverhofft kommt der Pariser Clochard Andreas an etwas Geld. Und weil er ein Mann von Ehre ist, will er das geliehene Geld zurückbringen, kommt aber nicht dazu, er wird mitgerissen vom Strom des Lebens und - trinkt.
In der kleinen Legende vom heiligen Trinker verdichten sich soziale Realität, Zeitgeschehen, persönliches Schicksal und ein Stück metaphysische Erfahrung in einer vordergründig ganz schlichten Handlung, die es aber in sich hat. Und wie so vieles im Leben geht die Geschichte nicht restlos auf. Joseph Roth bezeichnete diese «vollkommene, vollendete Prosa» (Marcel Reich-Ranicki) als sein Testament.

Eine Lesung mit Pia Waibel und Matthias Flückiger

So 13. Juni 11:00h und 17:00h
Di 15. Juni 19:00h
Mi 16. Juni 19:00h
Do 17. Juni 19:00h
Sa 19. Juni 18:00h und 20:00h
So 20. Juni 11:00h und 17:00h

Dauer: ca. 60 Minuten
Platzzahl beschränkt auf 35 Plätze; Reservation dringend empfohlen
Reservation unter: 071 223 37 01 oder info@parfindesiecle.ch
Eintritt frei/ Kollekte - Es gelten die von Bund und Kanton empfohlenen Corona-Verhaltensregeln

Wir danken der Kulturförderung von Stadt und Kanton St. Gallen

«Die Reise um mein Zimmer» von Xavier de Maistre (1763 – 1852) – Lesung

Als Xavier de Maistre wegen eines Duells zu Arrest verurteilt wird (und so gesehen in die Isolation muss), entgeht er der Langeweile, indem er sein Zimmer zur Welt erklärt und sich auf die Reise macht. Dem Trend der großen Welt- und Entdeckungsreisen jener Epoche setzte er den literarischen Typus der Miniaturreise als „Gedankenspaziergang“ entgegen. Dass eine solche Reise gefährlich und erholsam, melancholisch und überaus amüsant ist, dass sie mehrere Wochen oder nur eine Nacht dauern kann - all das zeigt dieses literarische Kabinettstück. Lassen Sie sich von de Maistre entführen und bereisen Sie mit ihm zusammen den wundersamen Kontinent der Fantasie.

Eine Lesung mit Claire Pasquier (Piano) und Matthias Flückiger

Mi 23. Juni 19:00h
Do 24. Juni 19:00h
Fr 25. Juni 19:00h
So 27. Juni 17:00h
Mi 30. Juni 19:00h
Do 01. Juli 19:00h

Dauer: ca. 70 Minuten
Platzzahl beschränkt auf 35 Plätze; Reservation dringend empfohlen
Reservation unter: 071 223 37 01 oder info@parfindesiecle.ch
Eintritt frei/ Kollekte - Es gelten die von Bund und Kanton empfohlenen Corona-Verhaltensregeln

Wir danken der Kulturförderung von Stadt und Kanton St. Gallen