Don Juan kommt aus dem Krieg, Horvat

"Man muss höher zielen, als man treffen will"

Ab 09. März 2019 zeigt das Theater parfin de siècle eine Theatercollage mit Texten des 1873 in Wien geborenen Schriftstellers Alfred Polgar.

Der Verfasser von zeitkritischen Feuilletons, Skizzen, Erzählungen, Prosa zu Fragen der Literatur und des literarischen Lebens, Theaterrezensionen und dramatischen Szenen galt und gilt noch immer als kritischer Schriftsteller, unbeugsamer Pazifist, skeptischer Humanist, Stilist von Rang und vor allem als Großer jener viel genannten "kleinen Form".

Polgar selbst sagte: "Das Leben ist zu kurz für lange Literatur, zu flüchtig für verweilendes Schildern und Betrachten, zu psychopathisch für die Psychologie, zu romanhaft für Romane, zu rasch verfallen der Gärung und Zersetzung, als dass es sich in langen und breiten Büchern lang und breit bewahren liesse."

Unter seinem unbestechlichen Blick wurde viel sogenannt "Großes" klein, umgekehrt bekam das Unscheinbare Würde und Bedeutung. Er beobachtete genau, wusste jene Details ausfindig zu machen, in denen der Teufel steckt. Wie kaum ein Zweiter polierte er an seinen Sätzen, suchte allzeit den prägnantesten Ausdruck. Der Erzähler Polgar hatte viele Themen: Städte, Landschaften, Dinge, Tiere, Politik, vor allem aber schrieb er über die Menschen - und nicht zuletzt auch immer über sich selbst.

Aus dem umfassenden Fundus seiner Schriften greifen wir einige besonders theatralische heraus, und setzen sie im szenischen Spiel auf die Bühne.

Schauspiel:
Pia Waibel
Regine Weingart
Matthias Flückiger

Regie:
Arnim Halter

Musik:
Stefan Suntinger

Bühne:
Bühnenbild-Crew

Technik:
Allan McGee / Simon Härter