Eröffnung der Spielzeit mit «opus111» im Theater Parfin de Siècle

Liebes Parfin-Publikum

Es geht los : Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass das Parfin am 15. Oktober 2021 die Tore für die Produktion «opus111», die erste Eigenproduktion unter meiner Leitung, wieder weit für Sie aufgemacht hat. Und das mit grossen Erfolg beim Publikum. Lesen Sie dazu die Kritik von Peter Surber im Saiten online-Magazin www.saiten.ch.

Stimmen zur Produktion

Theaterprojekt «Opus 111» ist ein Leckerbissen besonderer Güte.
In der intimen Atmosphäre des «Parfin de siècle» gelingt dir ein spannendes, dichtes und berührendes Theatererlebnis mit Tiefgang und Humor in einer seltenen, atmosphärisch einmaligen Nische.
Gaby Bucher, Lustmühle

«Das gesamte Bild ist beeindruckend: Die Sprache, die Inhalte, das Pianospiel, einfach beeindruckend. Das ist «Parfin» vom Feinsten.»
Dieter Zerndt, St. Gallen

«Matthias Flückiger beherrscht den komplizierten Text ebenso bravourös, wie die Pianistin Claire Pasquier die anspruchsvolle Sonate in c-moll, opus 111. Das Motiv des zweiten Satzes mit seiner Intensivierung durch das «cis» (Thomas Mann) wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.»
Prof. Pietro Vernazza, St. Gallen

“Wir haben noch nie erlebt, dass Musik und Sprache so tiefgreifend in einem wirken können. Wir haben die Vorstellung ungemein genossen. Sprache, Spiel, Musik – ein Genuss!»
Marianne Schläpfer und Peter Schenker, St. Gallen

Bei «opus111» dreht sich alles um Beethovens letzte Klaviersonate op. 111: 

Thomas Manns humorvolle wie tiefgründige Auseinandersetzung mit diesem Werk in seinem Künstlerroman «Doktor Faustus» ist in die Literaturgeschichte eingegangen.
Und Beethovens virtuose Komposition begeistert auch knapp 200 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen und reicht mit Elementen, die für heutige Ohren an Jazz erinnern, bis in unsere Zeit. In dieser Produktion wird Sprache zur Musik und die Musik zum Erlebnis!

Mit
Matthias Flückiger, Regie, Bühne und Spiel
Claire Pasquier am Flügel

Aufführungsdaten «opus111»

Bitte beachten Sie die neuen Anfangszeiten!

Oktober 2021:

Première:
Freitag, 15.10. 19:00h

Weitere Vorstellungen:
Samstag, 16.10. 17:30h
Mittwoch, 20.10. 19:00h
Donnerstag, 21.10. 19:00h
Samstag, 23.10. 17:30h
Sonntag, 24.10. 11:00h
Mittwoch, 27.10. 19:00h
Freitag, 29.10. 19:00h
Samstag, 30.10. 17:30h
 

November 2021:

Mittwoch, 03.11. 19:00h
Donnerstag, 04.11. 19:00h
Freitag, 05.11. 19:00h
Sonntag, 07.11. 17:00h
Mittwoch, 10.11. 19:00h
Freitag, 12.11. 19:00h
 

Vorverkauf:
Telefonisch: 071 245 21 10
online: parfindesiecle.ch/spielplan/tickets

Zur Produktion «opus111»

Dass Ludwig van Beethovens letzte Klaviersonate op. 111 mehr als hundert Jahren nach ihrer Entstehung zu einschlägiger Berühmtheit gelangte, ist nicht zuletzt Thomas Mann zu verdanken, der dieser aus damaliger Sicht in die Zukunft weisenden, heute nach wie vor aufregenden und höchst anspruchsvollen Sonate in seinem Roman «Doktor Faustus» auf humorvolle und zugleich tiefgründige Weise ein Denkmal von weltliterarischem Format gesetzt hat. Was liegt da näher, als diese beiden epochalen Meisterwerke an einem Abend zusammen hör- und sichtbar zu machen?      

Thomas Mann, einer der wortgewaltigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, nimmt die Zweisätzigkeit der Beethoven-Sonate zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen über zwei elementare Probleme des Künstlerdaseins schlechthin: über den Konflikt zwischen persönlichem Ausdruckswillen und der Verpflichtung des Interpreten gegenüber dem überlieferten Regelwerk zum einen und den künstlerischen Umgang mit der Erfahrung des Todes zum anderen; grundlegende Fragen auch im Bereich der Schauspielkunst.

Pate stand dabei Theodor W. Adorno mit seinen musikphilosophischen Reflexionen in seinen Schriften «Philosophie der neuen Musik» und «Beethovens Spätstil», aus denen Thomas Mann z.T. wörtlich zitiert. Wer nun innerlich erschreckt vor soviel Bildung und Philosophie, darf dem Abend getrost entgegensehen und – hören: Humor und Ironie kommen bei Thomas Mann nicht zu kurz.

Der Musikwissenschftler Walter Rietzer spricht bei Beethovens op.111 von einem «Reich ohne Ausweg». Der zweite Satz weise „unmittelbar in die Unendlichkeit … Von der vierten Variation an … ist entschieden, daß es hier kein Zurück mehr gibt … das ist letzte Vergeistigung, Auflösung im All.“ Und der Schweizer Pianist  Edwin Fischer meinte: „In diesen zwei Sätzen finden wir das Diesseits und das Jenseits versinnbildlicht.“

Gastspiel Volker Ranisch: «Schätzchen, streit mit mir!»

Eine Liebesgeschichte in Briefen in der Tradition der love letters nach dem gleichnamigen Roman von Benjamin Rakidzija.

"Darf es vielleicht ein Klaps auf den Hintern sein, Madame, dass das Hirn weiß, was der Bauch zu denken hat, und es an den richtigen Stellen wackelt und bebt?"

Erleben Sie während eines vergnüglichen Theaterabends Volker Ranisch in einem Streit der Geschlechter über die Liebe und das liebe Leben als solches. Humorvoll, intelligent, elegant und relevant.

Nicht von ungefähr erinnert das „Schätzchen“ im Titel des Theaterabends an eine Filmkomödie aus dem Jahr 1968. „Zur Sache Schätzchen“, so der Titel des Films, setzte sich als einer der ersten mit dem Lebensgefühl junger Menschen am Vorabend der 68erUnruhen auseinander. Wie seltsam es ist, wenn wir uns mit der Geschichte unser beiden, ein wenig in die Jahre gekommenen Liebenden, Sophie und Pierre, konfrontieren. Damals brauchte es 10 Zeitungsannoncen, um sich zu verlieben. Heute: 10-tausend Internetseiten - um sich darin zu verlieren? Nicht nur die Sitten haben sich geändert. Auch die Formen der Suche nach einem Partner, einer Partnerin sind andere geworden in Zeiten von „tinder“, „parship“, „elitepartner“ und co.

 

Flyer zu «Schaetzchen, streit mit mir!» im Theater Parfin de Siècle FlyerFlyer zu «Schaetzchen, streit mit mir!» im Theater Parfin de Siècle Mehr zum Stück

Aufführungsdaten «Schätzchen, streit mit mir!»

Sonntag 28.11. 17.00 Uhr
Mittwoch 01.12. 19.00 Uhr

Vorverkauf:
Telefonisch: 071 245 21 10
online: parfindesiecle.ch/spielplan/tickets